Im Zuge der Aufspaltung der Sammelgattung Mabuya ist Mabuya quinquetaeniata in die Gattung Trachylepis eingeordnet worden. Dabei wurde einigen früher geltenden Unterarten der Unterartenrang abgesprochen und einer sogar Artenrang eingeräumt. So gelten die früheren Unterarten M.q.scharica, M.q.langheldi und M.q.obsti inzwischen als Synonyme von Trachylepis quinquetaeniata. Trachylepis margaritifer bekam als einzige ehemalige Unterart sogar Artenrang zu gesprochen.
Da ich meine Tiere noch unter der alten Bezeichnung Mabuya quinquetaeniata (die Unterart konnte mir im Geschäft nicht mit geteilt werden) erhalten habe, versuchte ich in letzter Zeit intensiv heraus zu finden welcher der beiden genannten neuen Arten nun meine Tiere zu zu ordnen sind. Leider war auch nach ausgiebiger Suche und Recherche bis jetzt nicht zweifelsfrei zu klären ob die Skinke nun T.quinquetaeniata oder T.margaritifer sind. Bisher sprechen aber die meisten Indizien für die auch im Bericht gewählte Bezeichnung. Wenn jemand der Meinung ist das er mir die Tiere sicher zuordnen kann bin ich für jeden Hinweis dankbar.
Beschreibung:
Trachylepis margaritifer ist ein mittelgroßer und relativ kräftig gebauter Skink. Er besitzt kurze aber kräftige Beine und relativ lange Zehen mit kräftigen Krallen was ihn zu einem ausgezeichneten Kletterer auf rauen Untergründen macht. Der Kopf besitzt eine spitz zulaufende Schnauze und ist so gut wie nicht vom restlichen Körper abgesetzt. Hinter dem Kopf ist die Ohrenöffnung deutlich zu erkennen. Sie ist durch mehrere spitze Schuppen geschützt so dass kein Sand oder Dreck eindringen kann. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt ca. 10cm (bei einer Gesamtlänge mit Schwanz von um die 25cm) wobei Männchen ein weinig größer und kräftiger gebaut sind.
Die Geschlechter lassen sich leicht anhand der Färbung unterscheiden. Man könnt fast glauben man hätte zwei verschiedene Arten vor sich so unterschiedlich sind das Männchen und das Weibchen gefärbt.
Das Weibchen trägt auf einer dunkelbraunen Grundfärbung drei beige Längsstreifen die sich vom Kopf bis an den Schwanzansatz ziehen. Die Bauchseite ist schmutzig weiß gefärbt. Hinter der Ohrenöffnung finden sich drei unterschiedlich große schwarze Flecken die gelblich eingerahmt sind. Der Schwanz ist kräftig blau gefärbt. Wobei die Blauzeichnung von den beigen Streifen aus geht.
Der Rücken des Männchens ist braun gefärbt wobei die Färbung auch ins rotbraune übergehen kann. In Richtung Bauchseite wird die Färbung immer heller und geht an den Flanken schließlich in gelb über. Die Bauchseite ist ebenfalls wie beim Weibchen schmutzig weiß gefärbt kann aber auch einen leicht blaugrauen Schimmer aufweisen. Die Typischen schwarzen Flecken hinter der Ohrenöffnung sind beim Männchen ebenfalls vorhanden und sogar etwas deutlicher ausgeprägt. Der Schwanz ist in einem hellen blau gefärbt. Die Blaufärbung geht allerdings, im Gegensatz zum Weibchen, bereits nach den hinteren Extremitäten los.
Insgesamt wirkt die glatte Beschuppung der Skinke sehr glänzend und kontrastreich was ihnen wohl den Namen Regenbogenskink eingebracht hat. Eine weitere Besonderheit, die auf die teils grabende Lebensweise hindeutet, sind die Augenlieder. Die Skinke besitzen durchsichtige Augenlieder welche von unten nach oben geschlossen werden. Auf den ersten Blick ist also kaum zu erkennen ob das Tier die Augen offen oder geschlossen hat. So ist es ihnen möglich beim graben im Sand die Augen zu schützen und trotzdem etwas zu sehen.
Die Skinke sind dazu befähigt ihren Schwanz ab zu werfen. Dies dient in der Natur dazu Fressfeinde zu verwirren in dem diese sich um das zuckende Reststück des Schwanzes kümmern und der Skink heil entkommen kann. Der Schwanz wächst an der Stelle wieder nach ist aber als Regenerat zu erkennen. In Farbe, Beschuppung und Länge ist er dem Originalschwanz sehr ähnlich. Jedoch ist er an der Bruchstelle deutlich verdickt und so als Regenerat zu erkennen. Bei Handling mit den Tieren ist also mit Vorsicht zu arbeiten, denn aus eigener Erfahrung kann ich sagen das die Skinke sehr schreckhaft sind und vom Abwerfen des Schwanzes schnell Gebrauch machen.
Vorkommen und Verbreitung:
Die Tiere sind, wie der Name schon sagt, in Afrika zu Hause. Trachylepis margaritifer besiedelt den Süden und Südosten des Kontinentes.
Trachylepis margaritifer sind zur Zeit nicht besonders geschützt. (Die aktuelle Bestandsliste und weiteres über das Washingtoner Artenschutzabkommen gibt es auf der cites -Homepage bzw. der Homepage des bfn zu finden.)
Verhalten in der Natur:
Die Blauschwanzskinke sind in der Natur reine Bodenbewohner und bevorzugen felsige Umgebungen mit ausreichend Deckung. Die Tiere meiden dabei offene Wüsten aber auch den dichten Wald. Sie können als Kulturfolger bezeichnet werden da sie auch in der Nähe menschlicher Behausungen vorkommen und zum Teil als recht zutraulich und wenig scheu gelten.
Die Skinke sind von früh bis abends außerhalb ihrer Verstecke unterwegs. Wenn sie in Gefahr sind und keine hinreichende Versteckmöglichkeit haben graben sie sich blitzartig im Sandboden ein.
In der Heimat der Skinke gibt es eine Ausgeprägte Regen- und Trockenperiode. Der Anfang der Regenperiode ist auch gleichzeitig der Anfang der Fortpflanzungszeit. Es werden zwischen 3 und 6 Eier unter Steine oder Felsen vergraben. Die Jungtiere werden von den Eltern toleriert und ihnen wird von den Adulten Tieren nicht nachgestellt. Die Jungen können also bis zur Geschlechtsreife bei den Erwachsenen Tieren bleiben und in einer Art Familienverbund leben.
Haltung im Terrarium:
Grundlegend sollte das Terrarium mindestens die im Gutachten zur Haltung von Terrarientieren vorgeschriebene Größe aufweisen. Dort sind für Felsenbewohnende Skinke der damaligen Gattung Mabuya die Richtmaße 4*4*5 (mal der Kopf-Rumpf-Länge) angegeben. Das Bedeutet für ausgewachsene Tiere von 10cm KRL ein Terrarium der Abmaße: 40cm*40cm*50cm. Das ist allerdings bei den äußerst aktiven Tieren als absolute Untergrenze zu sehen. Eine Grundfläche von 80cm*60cm wird den Tieren schon eher gerecht. Ein Mehr an Grundfläche bekommt den Tieren aber auf jeden Fall nicht schlecht da sie so mehr Spiel- und Versteckraum bekommen.
Da das Terrarium als Trockenterrarium gestaltet wird ist die Art des Behälters zweitrangig. Es könne sowohl Behälter aus Glas aber auch aus Holz oder Styropor Verwendung finden. Die Art des Behälters richtet sich also nur nach dem eigenen Geschmack und eventuell nach den entstehenden Kosten und dem handwerklichen Geschick.
Mindestens die Rückwand sollte so gestaltet sein das sie von den Skinken als Kletterwand genutzt werden kann. Besser ist es noch wenn auch ein Teil der Seitenwände strukturiert. Dazu bietet sich im einfachsten Fall ein Bekleben mit Kork an. Wir haben unser Terrarium an der Rück- und den Seitenwänden mit Styropor und Fließenkleber gestaltet. Dazu haben wir den Behälter innen mit Styropor ausgekleidet(das hilft außerdem die Temperaturen aufrecht zu erhalten) und anschließend mit eingefärbtem Fließenkleber eine Struktur aufgebracht die es den Skinken ermöglicht darauf zu klettern. Diese extra Bewegungsflächen werden von den Tieren auch gut angenommen und reichlich genutzt. Sie sind eigentlich so gut wie nie am Boden auf zu finden.
Als Einrichtungsgegenstände dienen weiterhin Steinaufbauten, Lavasteine, Korkröhren und ein rauer Kletterast der als Sonnenplatz dienen kann. Bei den Aufbauten ist penibel darauf zu achten das diese nicht einstürzen können da die Skinke alles untergraben. Des Weiteren gehört eine kleine Schale mit frischem Wasser ins Terrarium die von den Tieren auch aktiv zur Feuchtigkeitsaufnahme genutzt wird.
Als Bodengrund ist in der untersten Schicht ca.5 cm hoch Terrarienerde eingebracht. Diese kann leicht feucht gehalten werden und sorgt so für eine gewisse Grundfeuchtigkeit. Darauf kann dann eine bis zu 10cm hohe Schicht aus Sand oder(und) feinem Kies geschüttet werden. Eine Stelle ist für die Eiablage stets etwas feuchter zu halten.
Die Lufttemperatur im Terrarium sollte bei 28-30°C liegen bei einer Bodentemperatur von ca. 22°C. An einer oder zwei Stellen sollten mittels Spotstrahlern Temperaturen von 40-45°C als Platz zu aufwärmen geboten werden. Auch geeignet sind sogenannte Heizsteine die Temperaturen von bis zu 50°C erzielen können. Wir benutzen dafür Leuchtsteine die eigentlich als Deko für Gärten gedacht waren aber hier ihren Zweck voll erfüllen. Die Tiere surfen regelrecht auf den Steinen und bringen sich so auf Betriebstemperatur. Die Wärme sollte ausschließlich von oben kommen da die Tiere von Natur aus erwarten das sie der Wärme durch graben entkommen können. Deswegen sind auch Bodenheizungen denkbar ungünstig da die Tiere so nicht vor zu hohen Temperaturen flüchten können.
Das Terrarium kann Ein bis zwei Mal die Woche abends leicht überbraust werden. Tagsüber muss die Luftfeuchtigkeit aber wieder unter 50% sinken. Wie oben bereits erwähnt kann, und sollte, eine Stelle stets feuchter gehalten werden um dem Weibchen als Ablagestelle dienen.
Bepflanzung ist nicht unbedingt notwendig aber ein paar vereinzelt stehende, trockenheitsliebende und robuste Pflanzen können durch aus im Terrarium attraktiv wirken. Diese sind am besten mit Topf ins Terrarium zu pflanzen da nicht ausgeschlossen werden kann das die Tiere sie untergraben oder ausbuddeln.
Beleuchtung:
Trachylepis margaritifer lebt in offenen Trockengebieten mit großer Sonneneinstrahlung. Das Terrarium kann also gar nicht zu hell ausgeleuchtet sein. Die Tiere sind wahre Sonnenanbeter und diesem Anspruch sollte man versuchen gerecht zu werden. Als Grundbeleuchtung eignen sich dafür HQI-Strahler (75W oder 150W) sowie Tageslichtröhren (zum Teil auch mit UV-Anteil). Je nach Größe des Terrariums dürfen es schon ein bis zwei HQI oder 4-6 Leuchtstoffröhren sein. Dabei ist darauf zu achten das die Röhren mit UV-Anteil im Terrarium angebracht werden da Glas den Großteil der UV-Strahlung heraus filtert.
Für die Sonneplätze und die allgemeine Wärme im Behälter eignen sich dann Spotstrahler oder Halogenstrahler(Je nach Abstand zu den Tieren zwischen 50-100W).
Die Beleuchtung ist im Sommer 14h aktiv. Dabei werden die Lampen schrittweiße (durch Zeitschaltuhren gesteuert) zu- und wieder abgeschaltet. Im Winter verkürzen wir die Beleuchtungszeit ein wenig und lassen die Beleuchtung nur 10h am Tag an.
Trachylepis margaritifer
Vergesellschaftung:
Die Tiere könne in der Paarung 1,1 oder 1,2 gehalten werden. Wenn zwei Weibchen zusammen in einem Terrarium gehalten werden müssen entsprechend viele Sonnen- und vor allem Versteckplätze vorhanden sein.
Die Vergesellschaftung mit anderen Echsen würde ich ausschließen da die Tiere anderen Arten sehr aggressiv gegenüber stehen. Im Zoo Leipzig habe ich ein solches Zusammenleben mit Gürtelschweifen gesehen. Das Terrarium war allerdings auch sehr reichlich bemessen und strukturiert. Die Tiere schienen sich zwar friedlich zu verhalten aber die Schwanzregenerate der Skinke weißen darauf hin das es nicht immer so friedlich zu geht. Mann sollte also solche Experimente möglichst unterlassen und den Tieren keinen unnötigen Stress zumuten.
Winterruhe:
Eine Winterruhe im eigentlichen Sinne ist nicht notwendig. Allerdings verkürzen wir im Winter über 2-3 Monate die Beleuchtungszeit um 2-4h und damit einhergehend die Temperaturen um 2-3°C. Außerdem wird öfter gesprüht um eine Art Regenzeit zu simulieren. Diese kurze Ruhefase und die leicht höheren Werte der Luftfeuchtigkeit können als Auslöser für die Paarung hilfreich sein. Weiterhin bekommt das Weibchen ein wenig Ruhe um sich von der letzten anstrengenden Legeperiode zu erholen.
Vermehrung:
Eine Ruhefase ist nicht zwingend erforderlich für die Reproduktion aber sicher hilfreich. Sobald die Temperaturen ausreichend sind beginnt das Männchen damit intensiv das Weibchen zu umwerben. Dabei nähert es sich unter intensivem Kopfnicken langsam der Dame der Wahl und verfolgt diese auch recht hartnäckig wenn sie die Flucht ergreift. Ist sie ebenfalls Paarungsbereit und flüchtet nicht so beist ihr das Männchen recht unsanft in den Nacken um sie zu fixieren. Dabei können schon mal Wunden entstehen die auch später deutlich als Narben zu erkennen sind. War die Paarung erfolgreich ist schon bald eine Zunahme an Körperumfang beim Weibchen zu erkennen. Dieses sollte dann besonders reichlich (und mit extra Kalzium und Vitaminen) gefüttert werden.
Sind die Eier weit genug heran gereift sucht das Weibchen intensiv nach einer geeigneten Stelle zum ablegen. Wird es dabei nicht fündig verwirft es das Gelege einfach und lässt es so im Terrarium liegen. Eine wirkliche Legenot ist bisher bei uns nicht aufgetreten da das Weibchen die Eier nicht zurück hält. Die Eier werden an einer warmen und mäßig feuchten Stelle in ungefähr 10cm Tiefe vergraben. Anschleißend wird die Legestelle wieder gut zu gemacht und möglichst gut getarnt. Wenn man also die Ablage nicht mit bekommt hat man schon Schwierigkeiten das Gelege zu finden.
Eine Zeitigung der Eier im Terrarium ist bisher nicht geglückt. Aus den Gelegen die im Terrarium gelassen wurden ist bisher nichts geschlüpft. Offensichtlich sind die Bedingungen für eine Zeitigung nicht optimal. Aus diesem Grunde haben wir auch das letzte Gelege geborgen und in einen Inkubator überführt. Wir zeitigen es gerade bei 28-30°C in leicht feuchtem Sand. Die Inkubationszeit soll relativ kurz sein und sich um die 40 Tage bewegen. Wenn wir eigene Erfahrungen haben werden wir sie hier noch zum Besten geben.
Das Weibchen produziert um die 4 Gelege mit jeweils 4-6 Eiern pro Saison. Da das Männchen sehr aufdringlich sein kann, kann es unter Umständen notwendig werden das Weibchen zu separieren. Es ist also immer genau auf den Gesundheitszustand der Skinkdame zu achten.
Sind die kleinen Skinke erfolgreich geschlüpft können diese zusammen in einem Aufzuchtterrarium unter gebracht werden. Dort können die bis zur Geschlechtsreife zusammen gehalten werden. Sobald aber erste Anzeichen von Revierkämpfen und Streitereien unter dem Nachwuchs zu erkennen sind müssen diese getrennt voneinander gehalten werden um Verluste zu vermeiden.
Ernährung:
Trachylepis margaritifer fressen eigentlich alles was sie nicht frisst. Die Tiere gehen gierig auf alles was irgendwie in ihr Maul passt. Dabei sind sie sehr agil und jagen alle noch so flinken Futtertiere. Als Futter eignen sich: Heimchen, Grillen, Heuschrecken, Fliegen, Mehlwürmer, Wachsmaden und Schaben. Es gibt also reichlich Möglichkeit abwechslungsreich zu füttern. Alle Heimchen, Grillen, Heuschrecken und Schaben werden vor dem Verfüttern selbst angefüttert um diese auf zu werten. Mehlwürmer sind sehr reichhaltig und werden deshalb seltener verfüttert obwohl sie sehr gern von den Skinken gefressen werden. Das Futter wird regelmäßig mit Vitaminen(Korvimin-ZVT) und Kalzium(geraspelte Sepiaschale) bestreut und damit nochmals aufgewertet.
Häutung:
In regelmäßigen Abständen müssen die Skinke "aus der Haut fahren" da diese beim Wachstumsprozess nicht mit wächst. Die Tiere fressen die alte Haut beim Häutungsvorgang gleich wieder (Nutzung aller Ressourcen), so das nur sehr selten Häutungsreste im Terrarium zu finden sein werden. In regelmäßigen Abständen sollte man auch kontrollieren dass sich die Tiere vollständig gehäutet haben und keine Reste mehr an Schwanz oder Extremitäten zu finden sind. Werden diese nicht mit entfernt kann es zum absterben der betreffenden Körperteile kommen.
Treten Schwierigkeiten bei der Häutung auf sollte man als erstes die Haltungsbedingungen (Luftfeuchte, Temperatur) prüfen. Als Häutungshilfe können die Skinke auch in eine Box mit feuchtem Küchenpapier überführt werden. Häuten sie sich dann immer noch nicht ordentlich muss man vorsichtig die Hautreste mit einer Pinzette abrupfen.
Bei dauerhaften Problemen hilft dann nur der Weg zum reptilienkundigen Tierarzt.
Trachylepis margaritifer Das Weibchen an ihren Rückzugsort
Verhalten im Terrarium:
Das Weibchen ist bereits ein bis zwei Stunden nach Inbetriebnahme der Beleuchtung im Terrarium unterwegs. Unser Männchen meist erst gegen Mittag. Der erste Gang der Tiere nach dem sie sich ausgegraben haben ist immer der Sonnenplatz oder der Heizstein wo sie sich reichlich aufwärmen. Aber auch im Laufe des Tages werden diese Plätze immer wieder besucht um Energie nach zu tanken. Die meiste Zeit des Tages verbringen die Tiere dann an einer guten Aussichtsposition wo sie jede Bewegung im und am Terrarium genau beobachten. Besonders während der Paarungszeit ist aber immer wieder Betrieb im Terrarium da das Männchen immer auf der Jagd ist. Die Skinke sind bis in die Abendstunden aktiv und vergraben sich erst wenn die Beleuchtung wieder abgeschaltet wird und es langsam kühler wird im Terrarium.
Die Tiere sind sehr aufmerksam und bekommen alles mit was rund um ihr Becken geschieht. Sobald man die Terrarienscheibe öffnet flüchten sie in ihre Verstecke (dabei können sie unglaublich schnell sein) oder vergraben sich im Sand. Man muss also sehr vorsichtig bei Arbeiten im Terrarium sein den ein entkommener Skink ist nur mit sehr viel Mühe und Geduld wieder ein zu fangen.
Erwerb:
Bei den Skinken sollte man aus mehreren Gründen auf Terrariennachzuchten zurückgreifen:
1) Diese sind meist in besserer Verfassung und haben einen besseren Gesundheitszustand als importierte Wildfänge.
2) Die Tiere sind weniger scheu und das Leben im Terrarium gewöhnt.
3) Die natürlichen Vorkommen der Tiere werden geschont.
4) Mit dem Züchter hat man einen Kompetenten Ansprechpartner bezüglich der meisten aufkommenden Fragen zu den Tieren.
Die im Handel angebotenen Tiere sind zu meist Wildfänge so dass man auf jeden Fall die Herkunft der Tiere erfragen sollte und gegebenenfalls die Hände davon lässt. Wildfänge sind deutlich schwieriger ein zu gewöhnen als Nachzuchten. Und wenn man Aufgrund von Parasiten oder Dehydrierung der Tiere gezwungen ist mit den Skinken zu hantieren wird man sehr viel Geduld benötigen da die Tiere sehr scheu sind.
Fazit:
Insgesamt sind Trachylepis margaritifer attraktive und agile Terrarienbewohner die immer wieder interessante Verhaltensweißen an den Tag legen. Der einzige kleine Minuspunkt für die Tiere ist ihr relativ scheues Verhalten und das sie einige Zeit brauchen um sich an ihre Umgebung zu gewöhnen. Nichts desto trotz kann ich Nachzuchten der Skinke auch dem engagierten Einsteiger empfehlen wenn er die notwendige Ruhe und Geduld mit bringt. Wildfänge sollten wenn überhaupt nur vom erfahrenen Haltern gepflegt werden.
Ich persönlich finde die Tiere heute immer noch genau so faszinierend wie an dem Tag als ich sie das erste mal beim Händler gesehen habe und würde sie mir jederzeit wieder besorgen. Wir hatten nie Schwierigkeiten mit den Skinken (von kleinen Jagden durchs Wohnzimmer weil sie mir entkommen sind abgesehen). Und hoffe in Zukunft noch von erfolgreicher Zeitigung und Aufzucht der Tiere berichten zu können.
Literatur:
Eine kleine Einführung zum Thema Skinke. Wer sich also kurz und knapp erst mal über Skinke und deren Arten belesen will macht damit einen guten Anfang.
2) Skinke im Terrarium - A. Hauschild, P. Gaßner
Das bisher beste Werk zum Thema Skinke was in deutscher Sprache erschienen ist. Sehr umfangreiches Buch mit allgemeiner Einführung und umfangreichen Artenteil.
Die Terraria Ausgabe beinhaltet einen ausführlichen Artikel zur Gattung Trachylepis.
Die Terraristik Zeitschriften vom Natur und Tier Verlag sind aber allesamt immer sehr interessant und meiner Meinung nach jedem Halter von Reptilien, Amphibien und Wirbellosen zu empfehlen. Also rein schauen lohnt sich mal.
Links:
Viel habe ich bisher nicht zu den Blauschwanzskinken im Netz gefunden. Folgend Seite hat aber einen interessanten Haltungsbericht zu bieten und läd auch sonst mal zum Blättern ein:
Hat euch der Besuch gefallen, gibt es Meinungen zur Seite oder derem Inhalt??? Dann verewigt euch doch bitte im Gästebuch =)
letzte Änderung
10.08.2010
Aktuelles
10.08.2010
Nach dem der Umzug fast
geschaft ist und alle Tiere
heil in der neuen Wohnung
sind, ist mal wieder Zeit die
Page zu aktualisieren.
Und es gibt von neuem Zuwachs
zu berichten. Durch einen eher
zufälligen, aber glücklichen
Umstand, sind wir an ein paar
sehr schöne Dendrobaten
Zuchtgruppen gelangt.
Neu im Bestand sind somit:
Sobald ich dazu komme gibt es
auch ein paar Bilder.
22.03.2010
Die Suche nach einer Partnerin
für unser nasicus-Böckschen
hat gestern ein schnelles Ende
gefunden =). Da sie noch etwas
jünger ist werden wir sie erst mal
getrennt unterbringen bis ein
eine sichere Zusammenführung
möglich ist.
07.03.2010
Heute war mal wieder Börsentermin.
Wie immer waren wir sehr gespannt
... Wie immer sind wir mit dem festen
Vorhaben außer Futter nichts mit zu
nehmen hingegangen ... und wie
fast immer kam alles anders =)
... Das "Nichts" heißt Westliche
Hakennasennatter (Heterodon
nasicus nasicus) und ist ein
ca. 35 cm großes Böckchen.